Buchstabe S im Polstermöbel Lexikon


S


Samt

Repräsentativer Velours mit aufrecht stehendem Pol (Flor) und einer Polhöhe von 1,5 bis 2 mm. Als Polmaterialien werden sowohl Baumwolle und Seide als auch Chemiefasern eingesetzt. Man unterscheidet zwischen Kettsamt und Schusssamt. Bei Kettsamten wird der Pol durch die Kette gebildet. Bei dem eher für den schonenden Gebrauch geeigneten Schusssamt (Velvet) bilden die Schussfäden den Pol, sie werden durch die Kettfäden abgebunden. Kettsamte können, je nach Bindung, auch höheren[...]

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Satin

Dichte und glatte Flachgewebe in Atlasbindung mit fein anmutender und stark glänzender Oberfläche (franz. Satiné = seidig). Satin wird vorwiegend unifarben, meist aus Viskose, Baumwolle und Seide oder auch aus Chemiefasern hergestellt.[...]

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Saum

Umgeschlagener und befestigter Stoffrand, der die Schnittkante vor dem Ausfransen schützt.[...]

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Saumnaht

Sie befestigt den umgeschlagenen Stoff als äußere Begrenzung bestimmter Nähteile.[...]

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Schabracke

Der Begriff Schabracke bezeichnet den unteren Abschluß beim Polstermöbel aus dem Bezugsstoff.[...]

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Schaumgummi

Begriffsdefinition ist unter dem Synonym Latex zu finden.[...]

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Scheuerbeständigkeit

Wie strapazierfähig ein Möbelstoff ist, wird in sogenannten Scheuertests festgestellt. Nach der Prüfmethode und mit dem Scheuerprüfgerät von Herrn Martindale werden der Teststoff und ein Gewebe aneinander gescheuert. Eine allgemeingültige oder genormte Klassifizierung gibt es jedoch nicht. Synthetics sind meist scheuerfester als Naturfasern, die höchste Scheuerbeständigkeit unter allen Textilrohstoffen haben die Polyamide.[...]

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Scheuertouren

Scheuertouren sind eine Einheit wie Meter oder Kilogramm, sie beschreiben das Ergebnisse des \"Martindale Test\" (benannt nach seinem Erfinder). Je höher die Anzahl der Touren ist, desto resistenter verhält sich der Stoff. Dieses Prüfverfahren finden Sie unter dem Punkt Scheuerbeständigkeit näher erklärt.[...]

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Schlafsofa

Unter dem Begriff Bettsofa, der auch für die Begriffe Schlafsofa und Schlafcouch relevant ist, finden Sie die Begriffserläuterung.[...]

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Schurwolle

Die Schurwolle ist eine der edelsten natürlichen Textilfasern. Sie kann Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich klamm anzufühlen, bewahrt die Körperwärme und richtet sich schnell wieder auf, wenn sie niedergedrückt wird. Darüber hinaus ist sie schwer entflammbar und auf natürliche Weise schmutzabweisend.[...]

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Schwebend

Das Gardinenende schwebt (1-2 cm) über dem Boden. Auch Vorhang mit Bodenfreiheit genannt.[...]

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Schwer entflammbar

Als schwer entflammbar dürfen nur bestimmte Textilien, die speziell festgelegte Kriterien erfüllen, bezeichnet werden. Sie entflammen bei Kontakt mit Glut, Funken oder offenem Feuer nicht sofort, und auch wenn sie entzündet sind, brennen sie nicht weiter, sondern verlöschen schnell wieder. Durch Waschen, Desinfizieren oder chemische Reinigung darf diese Schwerentflammbarkeit nicht verloren gehen und sie darf auch weder allergische noch toxische Reaktionen hervorrufen.[...]

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Seide

Eiweißfaser aus dem erhärteten Sekret der Seidenraupe. Sie verfügt über gute Gebrauchseigenschaften, ist reißfest, elastisch, knitterfrei und gut färbbar. Seide ist ein edles, jedoch nicht sehr strapazierfähiges Material für hochwertige Möbelbezüge mit repräsentativem Charakter. Der Seidenfaden wird aus dem Cocon des Maulbeer-Seidenspinners gewonnen. Eigenschaften: edler Glanz, hautsympathisch, atmungsaktiv, hohes Dehnungsvermögen, gute Isolation gegen Wärme und Kälte, geringe[...]

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Sichtholzgestell

Aus der Bezeichnung dieser Gestellart geht deren Eigenart hervor. Bei einem Sichtholzgestell sind noch wesentliche Holzteile sichtbar, z.B. die Armlehnen, die Rückenlehnenstützen mit Kopfleiste u.ä.. Welche Gestellteile sichtbar bleiben, hängt von der Art und der Form des Polstermöbels ab. Für Sichtholzgestelle verarbeitet man ausgesuchte Hölzer ohne Splinte und Äste. Man verwendet hochwertige Holzarten, wie z.B. Esche, Nußbaum oder Kirsche, aber auch Birke, Eiche, Ahorn oder Buche, die[...]

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Sitzaufbau

Bestimmender Faktor für den Sitzkomfort bei einem Polstermöbel ist die Unterfederung, die zumeist bei Qualitätsmöbeln aus Federband, Stahlwellenfedern, Elastikgurten oder Federholzleisten besteht. Die Unterfederung wird mit einer Kokosmatte abgedeckt, um die punktuelle Belastung abzuleiten und eine Geräuschentwicklung zu verhindern. Entscheidend ist dann für den Sitzkomfort und die Langlebigkeit der Federkern, wobei je nach Modell ein Zylinderfederkern, Bonell- oder auch Taschenfederkern[...]

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Sitzkomfort

Nicht in allen Sesseln und Sofas, die gemütlich aussehen, sitzt man auch bequem und entspannt. Komfortable Polstermöbel brauchen die richtigen Sitzmaße. Eine ausgewogene Höhe der Armlehnen ist für ermüdungsfreies Sitzen ebenso wichtig wie der Neigungswinkel der Rückenlehne. Anatomisch richtig: hoher Rücken, steiler Winkel, niedriger Rücken, flacher Winkel. Damit man bequem aufstehen kann, sollte das Sitzgefälle eines Polstermöbels, die Höhendifferenz zwischen der Vorderkante eines[...]

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Sitzspiegel

Ein Sitzspiegel, in der Fachsprache auch Gebrauchslüster genannt, bezeichnet changierende Flecken, die durch Wärme und Körperdruck entstehen. Gehört zum Erscheinungsbild von Velourstoffen. Der Flor richtet sich auf, wenn man über Nacht ein feuchtes Tuch auf die Stellen legt.[...]

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Spät-Renaissance

Merkmale der Spät-Renaissance (1500-1650) sind die klare Gliederung, reiche und dekorative Profile sowie dekorierte Flächen.[...]

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Spiegel-Samt

Spiegel-Samt oder Spiegel-Velours sind Sammelbegriffe für Samte mit einem glänzenden, gelegten Flor.[...]

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Sprungfeder

Die noch in der handwerklichen Fertigung eingesetzten einzelnen Sprungfedern bestehen aus gehärtetem oberflächenveredeltem Federstahldraht, dessen Enden mit dem letzten Federdraht verknotet (Fachbegriff: verkröpft) sind. Man unterscheidet nach der Form Taillen-, Zylinder- und Kegelfedern. Alle Sprungfedern werden in verschiedenen Drahtdicken, Drahtdurchmessern, Gesamthöhen und mit unterschiedlicher Gangzahl (Windungen) hergestellt. Diese Unterscheidungsmerkmale bestimmen auch die[...]

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Stürznaht

Die Naht wird von links ausgeführt und dann auf rechts verstürzt. Es ist die einfachste Verbindung zweier Stoffteile.[...]

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Stauchhärte bei Schaumstoffen

Die Verformung durch Druck kann unterschiedlich sein. Sie kann verändert werden, indem die Härte eines Schaumstoffes dem Raumgewicht angepasst wird. Die Härte wird durch Zusammendrücken des Materials um 40% seiner Dicke bei gleichzeitiger Messung der dafür erforderlichen Kraft gemessen. Allgemein gilt: Die Qualität eines Schaumstoffes wird bei gleichbleibender Stauchhärte durch die Erhöhung des Raumgewichts verbessert.[...]

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Steppen

Unterpolsterte Bezugsteile können entsprechend ihrer beabsichtigen Unterteilung mit einer aufgelegten Möbelschnur durchgesteppt werden. Unterschiedlich arbeitende Ober- und Untertransporteure der Steppmaschine bewirken das Einhalten der oberen Stoffbahn. Dadurch entsteht ein beabsichtigter Kräuseleffekt.[...]

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Stoffmenge / Stoffmass

Die Stoffmenge / das Stoffmaß bezeichnet die tatsächliche, ungekräuselte Höhe und Breite eines Dekos oder einer Gardine.[...]

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